Die MPU wegen Cannabis / THC

Der Konsum von Cannabis, in welcher Form auch immer, ist gesellschaftlich weit verbreitet. Da Cannabis die Fahrtauglichkeit aber nachhaltig beeinträchtigt, werden beschuldigten Fahrern fast immer die Führerscheine entzogen. Auch eine Fahrpause von einigen Tagen nach dem Konsum reicht meist nicht aus, damit keine Rückstände mehr im Blut zu finden sind. Bei einer MPU wegen Cannabis müssen Sie ebenfalls eine Abstinenz nachweisen und Ihre Konsumentscheidung und –motive detailliert erklären können.

Auch Cannabis kann in starkem Maße die Fahrtüchtigkeit negativ beeinflussen. Aus diesem Grund kann Ihnen auch bereits bei geringen Konsummengen eine MPU drohen. Schon ein gelegentlicher Konsum, also häufiger als nur zu einer Gelegenheit, ist ausreichend für Zweifel an Ihrer Fahreignung. Ausnahmen können auftreten, wenn glaubhaft nachgewiesen werden kann, dass der Verkehrskontrolle der erste und einzige Konsum von Cannabis vorangegangen war.

Eine MPU wegen Cannabis ähnelt dabei stark dem Ablauf einer MPU wegen Drogen. Auch Cannabis gehört streng genommen zu den Betäubungsmitteln, nimmt allerdings im Alltag und auch innerhalb der MPU oft eine Sonderrolle ein. So kann es unter bestimmten Voraussetzungen ausreichen, einen Abstinenznachweis, der nur 6 Monate umfasst, vorzulegen. Ob Sie diese Voraussetzungen erfüllen, kann in einem Beratungsgespräch mit uns gerne ermittelt werden.

MPU-Kompetenz bietet spezielle vorbereitende Schulungen für Personen an, die eine MPU aufgrund von Cannabis-Konsum absolvieren müssen.

Fakten

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Auch Cannabis zählt in Deutschland zu den Betäubungsmitteln. Eine Fahrt unter dem Einfluss dieser Substanz bedeutet in den meisten Fällen eine MPU. In Ausnahmefällen kann aber eine nachgewiesene Abstinenz von 6 Monaten genügen.

Beratender Partner des Grüne Hilfe
Netwerks e.V. zum Thema MPU.